„Schatz? Willst du eine Küchenmaschine?“

Diese Frage stellt mir mein Mann jedes Jahr kurz vor Weihnachten. Mal davon abgesehen, dass ich niemand bin, der sich über ein derartiges Geschenk ärgern würde (für viele Frauen ist ja ein Gerät für die Küche als Geschenk ein absolutes No-Go), hat sich mir bisher die Notwendigkeit einer Küchenmaschine einfach noch nicht erschlossen.

Klar höre ich von Freundinnen immer, dass ihnen die Küchenmaschine ja soooo viel Arbeit abnimmt. „Die macht alles von alleine.“ Brotaufstriche, Pizzateig, Suppen, Babybrei, Eis, … sogar Dampfnudeln (wenn man denn den passenden Dampfgar-Aufsatz besitzt).

Und trotzdem: Ich kann mich nicht mit so einem Gerät anfreunden. Ich mag technischen Schnick-Schnack. Aber – aus unerfindlichen Gründen – hört das bei mir in der Küche auf. Da bin ich vielleicht irgendwie altbacken.

Meine Küche ist ausgestattet mit einer Brotschneidemaschine, einem Handrührgerät, einem Zauberstab, Kaffeemaschine und Wasserkocher. Herd und Kühlschrank sind natürlich auch vorhanden. Aber auch eine Mikrowelle hat es bisher nicht in meine Küche geschafft. Und wir kommen gut klar, würde ich jetzt mal sagen. Ich backe gerne und vermisse nichts. Ich habe mein Handrührgerät, mit dem ich in sämtlichen Schüsseln (und da braucht es keine Spezielle für 60,- €) rühren kann. Und zum Kneten mit meinen eigenen Händen bin ich mir auch nicht zu fein.

Außerdem nimmt so ein Gerät wahnsinnig viel Platz auf der Arbeitsfläche ein. Und dauernd wegräumen will ich es dann auch nicht, weil „aus den Augen, aus dem Sinn“, gell? Ich mag die Rein- und Rausräumerei nämlich gar nicht. Da wäre auch schon wieder ein gutes Stück Mehrwert hinüber. Aber den Platz draußen habe ich nicht. Und außerdem sollte das Maschinchen dann ja schon auch nach was ausschauen, wenn es denn schon draußen stehen soll. Die KitchenAid ist natürlich schon hübsch. Aber für das, was sie kann, einfach zu teuer. Und der Thermomix ist einfach nur … na ich weiß nicht … der ist gleich noch teurer (ja, er kann auch mehr) aber auch viel greisliger. UND ich mag die Verkaufsphilosophie von denen nicht. Kenwood versucht sich ja auch an einem Alleskönner, der auch fleißig von Herrn Lafer beworben wird. Klar, die können auch noch wiegen und kochen. Aber braucht’s des? Am sympatischsten sind mir noch die von Bosch. Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, aber da bleibt noch immer das Platzproblem.

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Ich hab‘ mich mit dem Thema also durchaus auseinandergesetzt. Eben weil ich es immer wieder mal bei Freundinnen oder auch meiner Tante mitbekomme. Aber da bleibt dann auch immer noch die Sache mit den ganzen Rezepten. Ich habe mein Repertoire, das ich gerne koche und backe. Und so, wie ich es mache, klappt es eben auch. Ob das dann mit so einer Maschine auch so gut klappt? Und ich bin irgendwie niemand, der sich da komplett umstellt. Ich habe nicht nur von Einer gehört, die sich einen Thermomix für gut 1000,- € angeschafft hat, und dann stand das Ding nur dekorativ in der Ecke. Und ich glaube, so würde das bei mir auch laufen. Ich kenn‘ mich doch!

Und deshalb antwortete ich auch dieses Jahr wieder:

„Nein! Die nimmt zuviel Platz weg!“

2 Kommentare

  1. Liebe Tina,
    ich bin total bei dir. Ich habe auch nur miminalistische Ausstattung in der Küche — allerdings mit Kitchenaid. 😉
    Darüber hinaus haben wir eine Kaffeemaschine, eine Stabmixer und einen Wasserkocher. Fertig aus. Ich möchte nicht ausschließen, dass irgendwann noch mal was dazu kommt, aber momentan reicht mir das. Und die letzten zehn Jahre hat es auch ausgereicht.
    Und mal ganz fies: die meisten Leute mit diesen Kochwunder können nicht kochen. So :p
    (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, klar. Aber mein Freundeskreis bestätigt meine Vermutungen leider. Nach Anschaffung eines Thermomix ist das Essen auf einmal genießbar ;))

    Alles Liebe, Doro

    P.S.: Einen Entsafter haben wir auch noch 🙂

    1. Aber mehr als irgendwelche Cremes, Brotaufstriche oder Suppen habe ich aus dem Thermomix auch noch nicht zu essen bekommen. Nichts zum Beissen. 😉
      Danke für deinen Kommentar! LG, Tina

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