Urlaubsvorbereitungen

Reisen mit Kindern.

Ja, das ist ein Thema, das uns dieses Jahr erstmalig trifft. Ich muss gestehen, dass wir dieses Abenteuer in den letzten knapp 4 Jahren gemieden haben. Sind wir zwei so schon nicht die Globetrotter, so werden wir mit Kindern nicht urplötzlich zu Solchen werden. Aber nun ist es so weit. Wir wollten dann doch mal raus aus dem Alltagstrott. Und so haben wir Anfang des Jahres gebucht. Ganz neu für uns: ein All-Inclusive-Paket! Solche Urlaube haben wir bisher eigentlich nie gemacht. Aber mit 2 kleinen Kindern schien es uns nun angemessen. Ich will mich im Urlaub nicht um’s Essen und eine saubere Wohnung kümmern müssen.

Nach der ersten Euphorie kam dann relativ schnell eine leichte Panik auf: Verdammt! Was brauchen wir überhaupt alles?

Da geht es bei den Reisepapieren los … und bei den Koffern und Klamotten geht es weiter … bis hin zum Unterhaltungsprogramm für die Kinder im Flugzeug, oder welche Schwimmhilfen sinnvoll sind. Im ersten Moment stand ich da vor einem riesigen Berg an Fragen.

Die Kofferfrage ließ sich recht leicht klären. Wir brauchten einfach 2 große Hartschalen-Koffer, die auch nicht zuviel Eigengewicht haben, und die 4 Rollen waren uns wichtig. Wir hatten Glück und fanden gerade welche, obwohl wir gar nicht richtig danach gesucht hatten. Und das sogar mal zu einem guten Preis. Für die Kinder hätte ich jetzt gerne noch so einen Trunki von Knorrtoys. Die passen ins Handgepäck und dienen den Zwergen schon mal als Sitzgelegenheit oder als Rutscherauto.

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Den Trunki gibt es in vielen unterschiedlichen Designs

Und was kommt da jetzt alles rein? Die ultimative Checkliste … gibt es nicht! Listen gibt es genug im Netz. Damit will ich euch gar nicht langweilen. Jeder hat andere Ansprüche und Bedürfnisse. Ich persönlich brauche keinen halben Kleiderschrank. Für die Kinder braucht man ein bisserl was. Der Große ist noch nicht zu 100 % sauber und die Kleine braucht noch Windeln und auch Milchpulver. Klar kann man die überall kaufen, aber einen kleinen Vorrat sollte man doch schon mit dabeihaben. Jedenfalls habe ich mir schon mal aus mehreren Listen für uns relevante Sachen herausgepickt, an die ich sonst womöglich nicht gedacht hätte. Außerdem haben mein Mann und ich uns im Google Drive eine Liste mit Dingen angelegt, die wir noch anschaffen müssen. Das Praktische daran ist, dass sie online von überall aus einsehbar und auch bearbeitbar ist. Sollte mir in der Arbeit was einfallen, kann ich das gleich eintragen und mein Mann sieht es ebenfalls. Das liebe ich an solchen Clouds.

Zusätzlich zu den unterschiedlichsten Listen habe ich auch einige Apps ausfindig gemacht, die einem beim Packen helfen wollen. Nur leider sind die noch nicht ausgereift. PackPoint würde einen ganz guten Eindruck machen. Allerdings scheint da nicht bedacht worden zu sein, dass auch Familien mal in den Urlaub fliegen, und nicht nur Singles oder alleinerziehende Mütter mit Baby (nicht mal Kleinkind). Also leider war da nix dabei.

Schlussendlich werde ich wohl wieder vor den Schränken stehen und mich spontan von deren Inhalt inspirieren lassen. Das werde ich auf jeden Fall schon mal ein paar Tage vorher machen. Sollte was sein, kann man dann im Notfall noch was besorgen oder eben waschen. Mein Mann wird dann eh wieder sagen, dass es reicht, wenn wir die Reisepapiere und die Kreditkarte dabeihaben.

Sind die Koffer dann gepackt, heißt es nur noch irgendwie zum Flughafen kommen. Fahren wir mit den Öffentlichen? Oder stellen wir das Auto doch am Flughafen ab … oder günstiger: bei einem der Anbieter, die rund um dem Flughafen günstigere Parkmöglichkeiten mit Shuttle-Service zum Flughafen anbieten? Auch das ist noch nicht raus.

Am Flughafen und im Flugzeug

Vor dem Flug graut es uns wohl am meisten. Einen knapp 4-Jährigen und eine kleine 2-jährige Zicke für 3 Stunden ruhigstellen wird eine ziemliche Herausforderung, wenn wir nicht unbedingt Schlafmittel ins Frühstück mischen wollen. Meine Hoffnung ist ja, dass beide den Mittagsschlaf ausfallen lassen und dann eben im Flugzeug schlafen. Ha Ha! Naja, die Hoffnung stirbt ja – bekanntlich – zuletzt!

Nein. Der Große ist wahrscheinlich erst mal fasziniert von allem und wird alles ganz neugierig beobachten. Und dann kann man ihn ganz gut mit einem Smartphone oder einem Tablet beschäftigen. Oder vielleicht auch mit dem Tiptoi. Da kann man ja auch Kopfhörer anstöpseln, sodass andere Fluggäste sich nicht durch das „Bagger-Lied“ aus dem Tiptoi-Wimmelbuch gestört fühlen. Wegen Kopfhörern für den Zwerg müssen wir uns noch umschauen. Ich werde dann mal berichten, welches Modell es geworden ist, und wie zufrieden wir damit sind. Im Moment sind wir nämlich noch etwas planlos. Sollte jemand einen Tipp haben: nur her damit! 😉

Die kleine Madame ist da natürlich immer mittendrin statt nur dabei. Das führt logischerweise gerne mal zu Rangeleien. Ich möchte aber ungern zweimal das Gleiche anschaffen. Vllt. kann sie sich dann – während der Bruder mit einem ausrangierten Tablet spielen kann (oder vllt. wird es doch noch das kindle Fire HD – Kids Edition, das es ab dem 18: Juni auf Amazon gibt?) – mit meinem Smartphone vorlieb nehmen. Sie beschäftigt sich natürlich noch nicht so ausdauernd damit. Also für 10 Minuten mal ein Pixi-Buch auf dem Smartphone schauen ist für sie in Ordnung. Aber dann ist es auch schon aus mit der Konzentration. (Muss ja auch nicht sein.) Im Flugzeug wäre es aber dann doch wünschenswert. Im Auto stört sie ja nur uns, wenn sie mal quäkt. Aber im Flugzeug steht man als Eltern doch ziemlich unter Druck, weil man immer die scharfen Blicke der Mitreisenden im Nacken hat.

Ich habe mich da im Play Store schon mal ein wenig umgesehen. Bei Apps für Kinder stehe ich persönlich ja sehr auf die „Klassiker“. Es gibt immer mehr graphisch sehr schön aufbereitete Apps für Kinder. Hier begegnen einem auch immer wieder altbekannte Figuren, die ich selbst als Kind schon geliebt habe. Und ich finde es schön, dass es diese auch in unverfälschter Form (die neue Biene Maja ist einfach nur gruselig … oder auch Heidi … sowas von ausdruckslos …) in den neuen Medien gibt. Zum Beispiel sämtliche Pixi- und Oetinger-Büchlein (viele kostenlos), LEGO® DUPLO® Forest, Die kleine Raupe Nimmersatt (3,99 €; oder auch süß und gerade kostenlos Meine kleine Raupe Nimmersatt), „Oh wie schön ist Panama“ (3,99 €), Fiete (2,99 €), und und und … Installieren werde ich die Apps aber erst kurz vorher, damit sie noch neu und interessant sind.

Die „Kuckuck, da bin ich“-App von Oetinger ist ganz nett. Die Geschichte kann vorgelesen werden, oder man lässt sie sich von der App vorlesen. Und auf den Bildern sind kleine Aktionen versteckt. Unter anderem ist in einem Bild der Link zu einem Glockenspiel versteckt, auf dem dann gespielt werden kann.

Da muss ich gerade daran denken, als mein Bruder und ich damals für einen Nordsee-Urlaub Game-Boys (Den allerersten … den grauen.) geschenkt bekommen hatten. Damit wir auf der langen Fahrt ruhig waren. 😉 Im Endeffekt hatten unsere Eltern damit dann mehr gespielt als wir Kinder. Aber das nur so am Rande …

Wahrscheinlich mache ich mir ganz unberechtigt einen solchen Kopf. Wichtig sind wohl noch Nasentropfen und Gummibärchen für den Druckausgleich. Das habe ich nun schon von mehreren Seiten gehört.

So, und damit der Beitrag jetzt nicht zu lang wird, muss ich mal unterbrechen. Über ein paar Sachen (wie die Kopfhörer zum Beispiel) möchte ich dann separat nochmal was schreiben.

Wir haben jetzt noch knapp 3 Wochen Zeit und ich muss sagen, dass sich bei mir momentan schon Nervosität breitmacht. Denn wie ihr bemerkt sind manche Dinge noch nicht geklärt.Ich glaube, ich werde erst ruhiger, wenn wir im Flugzeug sitzen … oder auch nicht! Kommt drauf an, wie die Kinder mitmachen.

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