BeeZero – Wasserstoff Carsharing

Zumindest in meinem Feed auf sämtlichen Kanälen liest man immer ziemlich viel über Elektroautos. Mich interessiert’s. Wir müssen uns nach Alternativen umschauen, und es freut mich, dass langsam Bewegung in die Sache kommt. Allerdings vermisse ich persönlich bei der ganzen Diskussion immer wieder die Wasserstoffautos. Schon allein aus beruflichen Gründen. Vor knapp 20 Jahren – da war ich noch in der Ausbildung – war eines meiner ersten Projekte die Zeichnung eines Wasserstofftankes, für einen PKW. Von daher ist das tatsächlich ein Thema, das mir ein wenig am Herzen liegt. Und ich bin beinahe immer ein wenig traurig, dass es in den meisten Diskussionen beinahe ausschließlich um batteriebetriebene Fahrzeuge geht. Kommt man dann einmal auf die Wasserstofftechnologie zu sprechen, wird diese meist als zu gefährlich abgetan. Obwohl das eigentlich gar nicht stimmt, denn gefährlicher als konventioneller Treibstoff ist Wasserstoff auch nicht.

Jedenfalls freut es mich jetzt, dass sich an der Front was tut. In München wird nämlich nun seit kurzem ein Wasserstoff Carsharing Service angeboten.

BeeZero

Die Linde Hydrogen Concepts GmbH – eine Tochter der Linde Group – hat innerhalb eines Jahres dieses Konzept verwirklicht. 50 Wasserstoffautos vom Typ Hyundai ix35 Fuel Cell stehen derzeit in München zur Verfügung. Sie haben eine Reichweite von 400 km und bieten Platz für bis zu 5 Personen. Also genau richtig für einen Familienausflug.

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Mit BeeZero kommt eine ganz neue, umweltfreundliche und moderne Form der Mobilität in die Stadt. Dank der innovativen Wasserstofftechnologie könnt ihr mithelfen, Schadstoffe und Verkehrslärm zu reduzieren, ohne auf die Annehmlichkeiten eines Pkws verzichten zu müssen. Das BeeZero Carsharing ist eine umweltschonende Alternative zum eigenen Pkw – sowohl für private Ausflüge als auch für geschäftliche Termine. Natürlich können sich nicht nur die Münchner, sondern auch Touristen bei BeeZero registrieren, um im Wasserstoffauto die Sehenswürdigkeiten in und um München zu erkunden.

Für Großstädter ist das Konzept ideal. Man kommt in München eigentlich ganz gut ohne Auto zurecht. Benötigt man aber doch mal Eines, so sind solche Carsharings eine wirklich praktische Sache. Hohe Anschaffungskosten sowie sonstige laufende Ausgaben bleiben einem erspart, und man hat doch die Möglichkeit einmal einen Ausflug zu unternehmen. Das schöne bei BeeZero ist, dass man hierbei auch noch die Umwelt schont.

Was muss ich tun?

beezero3Alles was man benötigt ist ein Smartphone mit der App (verfügbar für IOS und Android). Und einen Führerschein natürlich. Dieser wird im Rahmen der Registrierung validiert. Im Moment geht das über Partnerfilialen, zukünftig soll das aber auch Online möglich sein.

Wo finde ich ein BeeZero-Auto und wo kann ich es tanken?

Der genaue Standort der Fahrzeuge kann über die App  abgerufen werden. In München gibt es momentan eine Tankstelle. Andere Tankstellen können über eine Karte gefunden werden. Man muss dazu sagen, dass das Netz noch genug Raum zum Ausbau bietet … 😉

Da hat man es mit einem E-Auto gerade leichter. Die schnelle Tankzeit ist beim Wasserstoffauto jedoch klar ein Vorteil.

Wie funktioniert das eigentlich mit diesem Wasserstoff?

Der Wasserstoffantrieb vereint den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff und die Verwendung eines Elektromotors als Antriebstechnologie. Die Energie für den Elektromotor stammt dabei von Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff unter der Abgabe von elektrischer Energie und Wärme zu Wasser umgesetzt wird. Dieser elektrochemische Prozess stellt die Umkehrung der sogenannten Elektrolyse dar und beschreibt die Umwandlung von chemischer Bindungsenergie in elektrische Energie. Neben dem Antrieb des Elektromotors kann die in den Brennstoffzellen generierte Energie unter anderem auch für die Steuerelektronik und elektronischen Geräte wie z.B. die Klimaanlage verwendet werden.

Carsharing ist an sich ja nichts Neues. In Städten braucht man nicht dringend ein eigenes Auto. Man kann die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, und wenn die zu unflexibel sind, kann man inzwischen immer öfter und unkomplizierter auf Fahrzeuge der Flotten von Carsharing-Anbietern zurückgreifen. Dass jetzt auch Autos angeboten werden, die mit alternativen Energien angetrieben werden, ist – in meinen Augen – genau der richtige Weg. Gerade in Großstädten, in denen die Feinstaubbelastung ja bekanntlich hoch ist, ist es wichtig, dass mit dem Umdenken begonnen wird.

  1. Oh das find ich auch interessant. Hoffentlich werden diese Autos bald vermehrt angeboten und sind dann auch erschwinglich. Sollte ja zumindest billiger sein als Benzin. 🙂

    1. Darauf hoffe ich auch. Der Anschaffungspreis ist schon noch recht hoch. Das macht sie – wie die Elektroautos auch – halt für den Privatnutzer noch unattraktiv. Günstiger werden sie aber halt wahrscheinlich erst, wenn sie auch vermehrt gekauft werden.

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