Das Superbuch – wirklich super?

Wir haben uns gestern einmal ein sogenanntes Superbuch genauer angesehen. Kurz davon berichtet hatte ich ja bereits.

Die Kinder haben zu Weihnachten ein „Pettersson und Findus“-Buch geschenkt bekommen. Und das gefällt ihnen sehr. Der quirlige Kater und vorallem die kleinen Mucklas haben es ihnen sehr angetan und sie kommen immer wieder  damit angelaufen um es sich vorlesen zu lassen. Deswegen habe ich nachgesehen, was es da denn noch für Titel im Angebot gibt. Und da ist mir aufgefallen, dass es ja auch ein „Pettersson und Findus“-Buch als Superbuch gibt. Bei der Gelegenheit kann man das ja mal ausprobieren kann, dachte ich mir. Es kostet sowieso nicht mehr als das Normale.

Nicht ganz super … das Superbuch

Gestern kam das Buch an, und ich wollte es mir mit den Kindern gleich mal ansehen. Also habe ich die App auf’s Tablet geladen und wollte starten.

Leider muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Und auch die Kinder verloren schnell das Interesse.

Unter erweiterter Realität (auch englisch augmented reality [ɔːɡˈmɛntɪd ɹiˈælɪti], kurz AR [eɪˈɑː]) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Häufig wird jedoch unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. Bei Fußball-Übertragungen ist erweiterte Realität beispielsweise das Einblenden von Entfernungen bei Freistößen mithilfe eines Kreises oder einer Linie.

Quelle: Wikipedia

Es ist so, dass man das Buch am besten irgendwo relativ aufrecht anlehnt. Wir haben das auf der Couch gemacht. Also das Buch an die Lehne gestellt, und die Kinder haben sich auf den Boden davor hingekniet. Dann öffnet man in der App das Buch (sofern man es vorher schon heruntergeladen hat) und richtet die Kamera des Tablets auf die erste Seite. Jetzt dauert es ein bisserl, bis die Seite geladen wird. Auf dem Tablet sieht man dann die komplette Seite mit dem Text und der Illustration. Nur dass die Illustration eben via Augmented Reality animiert ist. Das heißt, dass die Figuren und auch einige Gegenstände sich bewegen und sie können auch angetippt werden. Zusätzlich wird das Buch auch noch vorgelesen. Das klingt jetzt erst einmal ganz gut. Ist aber in der Anwendung mit kleineren Kindern gar nicht so toll. Das Tablet muss tatsächlich ganz ruhig gehalten werden. Verändert sich der Winkel zum Buch zu sehr, ist die animierte Grafik wieder weg und lädt neu. Das dauert etwas. Und da die Kinder nun mal auch ab und an etwas ungestümer auf dem Tablet herumdrücken, passiert das öfter. Genauso ist es beim Seitenwechsel: Es dauert doch ziemlich lange, bis die neue Seite geladen ist. Der Lesefluss wird hier übermäßig unterbrochen. Das fanden wir sehr schade.

Es gibt auch Positives

Ich möchte die App aber jetzt nicht komplett schlecht machen.

Was ich zum Beispiel auch nett finde, sind die kleinen Spielchen, die man ebenfalls machen kann. Da gibt es Memories oder auch mal Seiten zum Ausmalen.

Man hat auch die Möglichkeit, eBooks mit und ohne Animationen herunterzuladen, ohne ein gebundenes Buch dazu zu haben. Das kostet dann allerdings ein wenig. Ab 1,99 € kann man in der App ein Buch kaufen (Ein Abo ist ebenfalls möglich: 2,99 € für 1 Woche oder 9,99 € für 1 Monat). Diese können von den Kindern ganz entspannt nur auf dem Tablet gelesen werden, ohne die lästigen Wartezeiten.

Wenn wir auch mit der Kombi aus Buch und App nicht so zufrieden sind, so kann ich die App alleine dennoch empfehlen. Denn die als In-App-Käufe angebotenen Superbücher und eBooks sind trotzdem eine schöne Sache. Und da sind schöne Titel dabei:

  • „Der Regenbogenfisch“
  • „Käpt’n Sharky“
  • „Die Olchis“
  • „Post für den Tiger“
  • „Urmel schlüpft aus dem Ei“
  • „Prinzessin Lillifee“
  • „Conni“
  • „Der kleine Prinz“
  • „Piggeldi und Frederik“
  • „Wibo Waschbär“
  • „Yakari“
  • und und und …

Insgesamt stehen gut 2000 Titel zur Verfügung. Auch für die Größeren ab 12 ist was dabei (Da habe ich „Clone Wars“ gesehen, und noch viele andere beliebte Jugendbücher.). Und wie man im unteren Screenshot sehen kann, gibt es auch Hörbücher und Filme.

 

Natürlich kann der Zugriff für den Nachwuchs auch beschränkt werden. So kann für Einkäufe ein Passwort festgelegt werden.

Hier die Links zum Download: Android und iOS

 

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2 Kommentare

    1. Hm, seltsam? Die Eltern daddeln die ganze Zeit auf den Dingern herum. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Kinder auch ran wollen. Und dann sollen sie wenigstens etwas vernünftiges damit anstellen.
      Ich halte aber da auch nichts davon, Kinder bis zum 12ten Lebensjahr von neuen Medien fern zu halten.
      LG, Tina

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