Bitsbox: Programmieren lernen für Kinder

++ Werbung ++  Viele von euch kennen ja wahrscheinlich die diversen Bastelboxen, die es für Kinder gibt. Jeden Monat bekommt man eine Box zugeschickt mit Anleitungen zu Bastelprojekten und den dazugehörigen Bastelmaterialien. Heute habe ich auch eine Box für euch. Aber nix zum Basteln – also zumindest nicht mit Schere und Kleber.

Bei der bitsbox geht es darum, spielerisch eine Programmiersprache zu erlernen. Sie wurde 2014 von den beiden ehemaligen Google-Mitarbeitern – Scott Lininger und Aidan Chopra – entwickelt, die ihren Kindern das Programmieren näher bringen wollten.

Ich habe freundlicherweise eine schöne bitsbox zugeschickt bekommen, um sie mir mal genauer anzuschauen. Heute hatte ich die Zeit dazu. Beide Kinder sind mit dem Papa zu den Großeltern gefahren. Herrlich diese Stille … 😀

Was ist drin in der bitsbox?

Inhalt der bitsbox

In der Box befinden sich überwiegend viele bunte Karten. 14 Stück an der Zahl. Ich schaute sie mir leicht verwundert an, wobei mir gleich aufgefallen ist, dass das Thema hier wohl irgendwie auf „Sea Life“ abgestimmt zu sein scheint. Alles hat irgendwie mit Schiffen, Fischen und Meer zu tun. Ansonsten wurde ich allerdings noch nicht sehr schlau daraus. Ich bemerkte erst später, dass es hier unterschiedliche Kategorien gibt: Aufgaben, Tips & Tricks und Karten mit für dieses Thema verfügbaren Templates. Außerdem befindet sich in der Box ein kleines Holzboot mit Gummiband-Antrieb. Ein Klassiker. Ich fragte mich noch, was das mit Programmieren zu tun hat, fand es aber grundsätzlich nett. Aufkleber zum Verzieren des Bootes sind auch dabei. Und noch ein paar Aufkleber. Und eine Packung mit 5 kleinen Sammelkarten. Eine kleine Kunststoffmappe für die Karten ist ebenfalls mit enthalten. Das ist schon mal sehr praktisch.

Was mache ich nun damit?

Ich saß jetzt erst mal etwas ratlos da, und wusste nicht so recht, wie ich anfangen sollte, bis mir beim Durchsehen der Karten aufgefallen ist, dass da ein paar Karten dabei sind, die etwas anders aussehen. Die „How to bitsbox“-Karte ist mir da ins Auge gefallen. Hier wird kurz erklärt, was man tun muss, um loslegen zu können. Und das ist nicht viel. Im Grunde braucht man nur einen Computer mit einer physischen Tastatur. Da viel getippt werden muss, macht das auch Sinn. Es würde natürlich auch auf dem Tablet gehen, aber einfacher ist es mit einer Tastatur.

Hat man ein verfügbares Gerät ausfindig gemacht, dann muss man nur noch einen Webbrowser (ich empfehle hier Chrome, mit Firefox hatte ich ein paar Probleme) öffnen und loggt sich ein. Da meine Zwerge da jetzt noch zu klein sind, habe ich mich einfach mal als Kind angemeldet. Außerdem erfahre ich auf der Karte auch, dass ich mir zusätzlich noch eine App zum Auslesen von QR-Codes auf’s Smartphone oder Tablet installieren sollte. Denn die Apps, die ich programmiere, können dann auf dem Smartphone aufgerufen und ausprobiert werden.

Gut. Erledigt!

Und los geht’s!

Ich bin eingeloggt und ich sehe ein Tablet auf meinem Bildschirm. Hier kann ich auch gleich starten, denn es öffnet sich ein kleines Tutorial. Aaaaahhh! Und mir gehen tausend kleine Lichter auf! SO funktioniert das also! Ich lerne hier, wie ich einen Hintergrund festlege mit einem kleinen Monster drauf, das ich per Touch-Funktion explodieren lassen kann. Ok, das ist schon mal witzig. Hierzu gibt es auf der Rückseite der „How to bitsbox“-Karte noch ein paar Zusatzaufgaben, die ich prompt mache. Da kann man das Monster dann tanzen lassen.

 

Ich habe nun begriffen, wie das alles funktioniert, und hole mir die anderen Karten her. Hier fällt auf, dass jeweils oben links in der Ecke ein 4-stelliger Code aufgedruckt ist, und oben rechts ein kleiner Tacho, der den Schwierigkeitsgrad anzeigt.

Also nehme ich mir zu allererst einmal die einfachste Karte auf der auch das kleine Holzboot mit dem Gummiband-Antrieb abgebildet ist. Denn programmieren kann ich nicht. (Ich wurschtel‘ mich zwar schon mal in so ein html-sheet rein, und so Designsachen kann ich schon mal ändern, aber wirklich verstehen tu‘ ich das Ganze nicht.) Hier geht es darum, eine kleine App zu programmieren, mit der ich ein Boot fahren lassen kann. Dabei wird die Geschwindigkeit dadurch bestimmt, wie lange ich mit meinem Finger auf dem Boot bleibe. Lasse ich los, fährt es. Dazu gibt es dann noch 2 kleine Zusatzaufgaben: Wie kann ich die Beschleunigung hochschrauben? Und kann ich das Ganze in eine Raketen-App umwandeln? Jep! Kann ich! Ich bin ganz stolz!

Ich versuche mich noch an den anderen Karten. Das Aquarium hört sich lustig an. Die Eingabemaske sieht dann übrigens so aus:

Über den grünen Pfeil, kann man links in der Vorschau auch direkt sehen, welchen Effekt die Änderungen haben. Kracht’s, dann bekommt man eine Meldung mit dem Hinweis, in welche Zeile denn der Fehler ist. Die App kann dann über einen QR-Code direkt auf’s Smartphone gezogen und dort ausprobiert werden. Das klappt super und auch in Echtzeit. Ich bin begeistert! Ich konnte es mir nicht so recht vorstellen. Aber das macht richtig richtig Spaß! Es ist viel Tipp-Arbeit. Aber das gehört nun mal zum Programmieren dazu.

Die Altersempfehlung ist hier für 6-14-Jährige angegeben. Da nun hierzulande die Kinder mit 6 noch kein Englisch können (es sei denn, sie wachsen zweisprachig auf), würde ich sagen, dass es ab 10 Jahren Sinn macht. Und dann muss aber auf jeden Fall ein Elternteil dabei sitzen, um zu erklären.

 

Was lernen die Kinder dabei?

spielerisch Programmieren lernenViele fragen sich wahrscheinlich, was das dem Kind jetzt eigentlich bringt. Oder ob das denn wirklich schon sein muss. Ich finde, es geht hier nicht nur um’s Programmieren an sich. Also wenn man diese Box abonniert, dann heißt das nicht zwangsläufig, dass man aus seinem Kind einen Programmierer machen möchte. Nein. Hier werden auch ganz andere Sachen geschult. Natürlich lernen sie in erster Linie eine Programmiersprache (hier übrigens JavaScript) wie so ein Programm aufgebaut ist. Sie lernen, wie man durch kleine Änderungen im Text, die App komplett verändern kann. Ursache und Wirkung. Sie lernen aber auch, um ein paar Ecken zu denken. Auf den leichteren Karten ist der Code vorgegeben, den man dann nur noch abtippen muss. Bei den schwierigeren Karten ist dann stellenweise nur noch eine Aufgabenstellung drauf, die darauf abzielt, dass man das bereits gelernte anwendet. Hier kommt in dieser Ausgabe dann die „Tipps & Tricks“-Karte zum Einsatz. Hier ist an einem anderen Beispiel die Funktionsweise erklärt, die ich für die aktuelle Aufgabe benötige. Und diese muss ich dann eben noch anpassen. Manchmal sind auch Querverweise auf andere Apps als Tipps angegeben.

Ich finde das großartig! Und die niedlichen Grafiken machen Spaß. Die fortgeschritteneren Abonnenten können dann übrigens auch schon Apps für 2 Spieler programmieren.

Das Abo

Das Abo funktioniert wie folgt: Die ersten beiden Boxen enthalten die immer gleichen Basis-Boxen, in denen man die Grundlagen lernt. Ab dem dritten Monat bekommt man dann immer neue themengebundene Boxen mit neuen Aufgaben von leicht bis schwer, die auf die ersten beiden Boxen aufbauen.

Es gibt hier 2 Varianten. Man kann entweder die physische Box bestellen. Hier erhält man dann eben schöne hochwertige bunte Karten zum sammeln und einordnen. ODER man kann sich für ein digitales Abo eintragen. Hier bekommt man dann einmal im Monat eine eMail mit pdf’s, die man sich dann ausdrucken kann. Das ist natürlich dann mit umgerechnet 18,75 €/Monat die günstigste Variante … was dem Spaß aber keinen Abbruch tut. Eintragen kann man sich hier.

Emma Erickson vom bitsbox-Team war hier so freundlich, und hat mir für meine Leser einen Gutschein zur Verfügung gestellt. Gebt bei eurer Bestellung einfach den Code „GADGETINA20“ an, und ihr erhaltet 20% Rabatt auf eure Bestellung.

So, und heute Abend kommt das Holzschiffchen mit den Kindern in die Badewanne. 😉

21 Kommentare

  1. Hallo.

    Interessant. Kannten tat ich diese Art von Box nun noch nicht und könnte einem Kind schon gefallen.
    Allerdings würde es mich stören, dass man noch Technik für die Box braucht und ich finde, Kinder sollten sich viel mehr mit dem Spielen, Basteln und den Büchern beschäftigen, als mit PC und Tablet. Interessant ist es dennoch allemal.

    Liebe Grüße
    http://sousvidetest.de

    1. Ja, das ist Ansichtssache. Diese Box würde ich für Kinder ab 10 Jahre ansiedeln. Da sind sie kaum noch von Tablet und Smartphone fernzuhalten. Da ist es mir lieber, sie beschäftigen sich mit etwas Sinnvollem, als nur Candy-Crush-Saga & Co. Hierbei lernen sie etwas. Und schaden tut das für die Zukunft auf keinen Fall. In Deutschland sind wir hier eh schlecht aufgestellt. Andere Länder hängen uns da um Längen ab, wenn es um das Vermitteln von Programmierkenntnissen an Kinder geht.
      LG und danke für den Kommentar!
      Tina

  2. Programmieren wird zukünftig immer wichtiger. Kinder sollten sich damit beschäftigen, die moderne Welt verlangt diese Kenntnisse einfach. Die asiatischen Länder sind da weiter und vermitteln ihren Kinder mehr mathematische und technische Fähigkeiten.

    Viele Grüße

    1. Der Meinung bin ich eben auch. Manchmal erschrecke ich schon ein wenig darüber, wie wir in mancher Hinsicht in der Erziehung unserer Kinder einen Rückschritt machen.

  3. Was für eine super coole Idee diese Box ist! Das hätte ich als Kind wirklich klasse gefunden 🙂
    Ich finde es schön wenn man Kindern schon ein wenig Programmiersprachen beibringt, dann haben sie es später nämlich wirklich leichter 😀 als Kind ist man so Aufnahmefähig und es kann einem so viel bringen die Grundlagen von verschiedenen Programmiersprachen bereits zu kennen 🙂

    1. Danke für den schönen Kommentar!
      Ich finde auch, dass es nicht schaden kann. Und auch wenn man es mal nicht wirklich brauchen sollte, so ist es doch auch ein Training für die grauen Zellen.

  4. Ich kenne ja ein paar Boxen, aber diese war mir bisher vollkommen neu! Ich dachte bei „bitsbox“ auch erst an diese Knabberbox. Aber die nennt sich ja „Bitebox“. Jetzt habe ich mich ein bisschen eingelesen und finde die Box schon ganz schön speziell. Interessant, spannend und lehrreich, aber wirklich speziell! Was es nicht so alles gibt! Danke fürs Vorstellen!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Ja, man bekommt in der Bloggerwelt vorrangig Unboxings von Kosmetikboxen etc. zu sehen. Da ist sowas mal was anderes … ist aber halt auch eine komplett andere Zielgruppe. LG, Tina

  5. Sehr interessant! Ich habe dein Artikelbild bereits auf Facebook gesehen und konnte mir unter dem Produkt gar nichts vorstellen.
    Kinder sollen ja vermehrt und früher an die Programmierarbeit herangeführt werden. Für meine Generation ein komplettes Neuland! Aber womöglich lernen die Kids damit, dass man am PC (oder Handy) auch noch was anderes machen kann, als Ballerspiele spielen.
    LG
    Sabienes

    1. Ich selbst gehöre ja auch noch nicht zu den Digital Natives. Uns hat man damals versucht, was vom Binärsystem zu erzählen. Einsen und Nullen? Verstanden haben das wahrscheinlich die Wenigsten. Heute gibt es so toll aufbereitete Methoden, den Kindern das Thema näher zu bringen. Und besser als stupide daddeln ist sowas allemal. LG, Tina

  6. Dein Artikel kommt genau richtig. Mein Sohn fängt gerade an sich für das programmieren zu interessieren und hat auf seinen Wunschzettel ein Buch zum Programmieren lernen geschrieben. Vielleicht ändern wir den Wunsch jetzt in ein Abo dieser Box um. Ich werd gleich mal auf der Seite der Bitsbox weiterlesen.

    Vielen Dank für diese tolle neue Idee.
    Lg Daniela

      1. Der Wunsch wurde abgeändert, der Gutscheincode eingelöst und die erste Digitale-Bitsbox ist schon bei uns eingezogen. Unser Großer (fast 10) ist begeistert. Nochmal vielen Dank für diesen Test und somit die Möglichkeit unserem Sohn das Programmieren näher zu bringen.

        Ganz liebe Grüße Daniela

      2. Das freut mich wirklich sehr! Danke für die Rückmeldung und dem Sohnemann weiterhin viel Spaß damit. LG, Tina

  7. Hallo, ich kenne ja viele arten von Boxen,aber dieses ist mir völlig neu. Wusste gar nicht das es auch sowas für technikversierte gibt. Wäre ja fast was für mich^^. Habe schon viel Ahnung aber das programmieren ist auch für mich recht neu. Danke fürs vorstellen.

    1. Ich bin selbst halt auch „nur“ Anwender. Aber interessiert hat mich das schon immer. Auch in der Arbeit habe ich mich schon immer gerne in sql-Files reingefuchst.

  8. DAS IST SOOOO COOL! Meine beiden sind noch zu klein dafür, aber ich überlege die Box für mich zu bestellen. Ich wollte schon immer eine Programmiersprache lernen, wusste aber nie so richtig wie ich anfangen soll und ob es nicht doch zu schwer für mich ist. Danke für diesen Beitrag, ich schau mir das alles gleich nochmal genauer an. Mein Mann wird auch begeistert sein, der ist auch so ein kleiner Geek 🙂

    Viele liebe Grüße,
    Caro

  9. Danke für den Super-Tipp!!! Meine Mädchen sind 12 und 9, das ist genau das Richtige.
    Programmieren ist für mich ja ein Buch mit sieben Siegeln….
    Ich bin durch deinen Kommentar bei Liebesbotschaft auf dein blog gestoßen… ich würde übrigens den Tesla nehmen, Porsche ist so furchtbar prollig und Tesla zumindest gefühlt ein Schritt in die richtige Richtung.
    Die Batterien werden übrigens recycled ( bei Umicore z.B.)…
    Annette

    1. Super! Schau‘ doch mal hier, ich verlose gerade ein Buch zu Computern und zum Programmieren. 😉 http://gadgetina.de/2017/02/15/kinderbuch-hello-ruby/

      Hihi, mir geht’s da tatsächlich mit dem Tesla so. Ich sehe hier in München öfter mal welche herumfahren. Meistens sitzen sie zu fünft drin. Probefahrt. Das mit dem Recycling schaue ich mir mal an. Ich bin ja Fan von Wasserstoffautos. Obwohl da auch noch nicht alles super ist.
      Danke für deinen Kommentar!
      LG, Tina

  10. Das mit dem Programmieren findet mein Mann sehr spannend. Er möchte mit der Kleinen dann auch sowas Machern, wenn sie das richtige Alter hat.
    Die Große interessiert sich nämlich nicht dafür – da kommt sie ganz nach mir.
    So eine bunte Box ist aber ein Schöner Anreiz 🙂
    Liebe Grüße,
    Yvonne

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