UBTECH Jimu AstroBot – spielend Programmieren lernen

+++ Werbung +++

Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit auf einem Workshop das Unternehmen UBTECH Robotics – führendes Unternehmen in der Entwicklung intelligenter Roboter – kennenzulernen. Deren humanoider Roboter Alpha 1 ist ja schon eine Berühmtheit. Während das Unternehmen mir bis vor ein paar Tagen noch nichts sagte, kannte ich den Alpha 1 tatsächlich schon aus einigen Videos. Er hat schon Rekorde gebrochen, und soll auch kurz in einem der Transformers-Filme vorgekommen sein. Da ich leider nur den ersten Teil gesehen habe, kann ich das jetzt nicht bestätigen, aber da glaube ich Echo Zou (Head of Marketing Europe) einfach mal. Jedenfalls waren 2 Exemplare am Dienstag ebenfalls mit von der Partie und haben eine nette kleine Showeinlage hingelegt.

Nach der Präsentation durften alle Teilnehmer aktiv die kleinen Gesellen testen. Und nach ein paar kurzen erklärenden Worten, kam man bereits gut mit der Steuerung via iPad zurecht.

Hauptaugenmerk wurde hierbei auf die Jimu-Roboter-Reihe gelegt, die speziell als Coding-Lernspielzeug sowohl für den privaten Bereich als auch für Schulen ausgelegt ist.

UBTECH schlägt die Brücke vom Spiel zum Lernen, nimmt Kindern die Angst vor dem Programmieren sowie wichtigen MINT-Fähigkeiten wie dem Konstruieren und Mathematik. Lernen während des Spielens ist unbewusst, und wird daher nicht mehr als Last, sondern als Spaß empfunden. Die UBTECH Produkte sind sowohl im privaten Bereich als auch für den Schuleinsatz geeignet.

Der Jimu AstroBot

Verpackung AstrobotIch möchte in diesem Beitrag den Neuzugang in der Jimu-Familie – den AstroBot – vorstellen, der mir netterweise zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt worden ist. Das Set beinhaltet alle Bauteile, die für die 3 unterschiedlichen Modelle benötigt werden. Neben diversen Bauelementen (377 an der Zahl) und der Hauptsteuerungsbox, befinden sich noch fünf Servomotoren, ein Infrarotsensor, zwei LED-Augen und ein Bluetooth-Lautsprecher im Kit.

Das erste kleine Highlight ist die Verpackung. Der Astrobot kommt in einer sehr stabilen Schachtel mit praktischem Magnetverschluss im Deckel daher. Das finde ich wunderbar, da ich somit nichts Anderes zur Aufbewahrung suchen muss. Im doppelten Deckel befindet sich auch gleich eine Auflistung der enthaltenen Teile.

Die Bauteile muten wie eine Mischung aus LEGO® Technic und Fischertechnik an. Allerdings sind die Systeme nicht kompatibel. Leider.

Aufbau mit App

Will man mit einem Projekt loslegen, dann sucht man automatisch erst einmal nach einer Anleitung. Eine Schnellanleitung liegt auch bei, allerdings beinhaltet diese nicht die Bauanleitungen für die Modelle im Set. Also schnell die kostenlose App (IOS und Android) runterladen. Das funktioniert auch absolut reibungslos. Man wählt das Kit aus, das man vor sich hat, und dann werden einem gleich die damit möglichen Modelle vorgeschlagen. Hat man sich Eines ausgesucht (Wir haben uns für Astron entschieden.), wird man durch die Bauanleitung geführt. Ich gestehe, dass ich im Vorfeld etwas skeptisch war. Aber da muss ich sagen, dass das ganz hervorragend umgesetzt wurde. Es werden die für den aktuellen Schritt benötigten Teile angezeigt. Gibt es irgendwelche Besonderheiten dazu, wird eine Bemerkung eingeblendet, die man wegklicken muss, damit man fortfahren kann. Das ist auch gut so. Denn so wird sichergestellt, dass man zum Beispiel auch den richtigen Servo verwendet, und nicht am Ende erst bemerkt, dass nichts funktioniert, weil man das falsche Teil erwischt hat. Umbauen ist dann nämlich mühselig. Außerdem sehr praktisch ist die 360°-Rundum-Ansicht, die sehr intuitiv auf Fingerzeig funktioniert. Somit kann man nochmal genau überprüfen, ob das Werk auch tatsächlich so aussieht, wie es soll.

3D-Bauanleitung
Der grüne Balken unten zeigt den Fortschritt an.

Die Teile lassen sich gut zusammenstecken, sitzen gut, und wenn man darauf achtet, dass auch alles gut einrastet, ist das Konstrukt sehr stabil.

Hat man seinen Roboter fertig, muss man ihn nur noch via Blutooth mit dem Smartphone verbinden und kann direkt loslegen. Das hört sich nicht nur einfach an, sondern das ist auch tatsächlich so. (Ich war da kurz etwas nervös, weil die Kinder mir schon im Nacken saßen.) Die App überprüft zuerst, ob alle wichtigen Steuerelemente richtig verbunden sind, und zeigt an, wo etwas nicht stimmt.

alles richtig?
Mit einem Klick auf die roten Ausrufezeichen erfährt man, was verkehrt ist. (In diesem Fall musste nur ein Update heruntergeladen werden, was nur wenige Sekunden dauerte.)

Astron zum Leben erwecken

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, den kleinen Roboter zu steuern. Je nachdem, wie viel man sich schon damit beschäftigt hat.

1. Die Controller-Funktion

Einmal gibt es die Möglichkeit den Roboter über eine Controller-Funktion der App zu steuern. Das ist wahrscheinlich das Einfachste. Vorwärts, rückwärts, links und rechts. Das ist schon mal ein netter Anfang. Besonders für fahrbare Modelle. Zusätzlich zu vorwärts, rückwärts, rechts und links kann man sich vier benutzerdefinierte Funktionen auf den Screen mit der Steuerung legen.

2. Die „Handlungen“

Dann gibt es aber netterweise auch schon ein paar vorgefertigte Programme, damit man nicht gleich bei Null anfangen muss. (Mit ungeduldigen Kindern, die schon ganz aufgeregt daneben sitzen ist das äußerst sinnvoll.) „Handlungen“ nennen sich diese. Hier können Neue hinzugefügt werden. Dazu kann direkt an den Servomotoren manuelle Einstellungen vornehmen, die die App sich dann merkt und dann in einem Programm ablaufen lässt.  Allerdings muss man hier auch aufpassen, dass die Servos gerade nicht fixiert sind. Also nicht grob werden!

3. Die Kodierung

Außerdem hat man somit schon ein paar schöne Beispiele, die man als Grundlagen verwenden kann. Denn man kann bestehende Programme natürlich auch abändern und speichern oder eben Neue hinzufügen. Das geht über die Drag&Drop-Methode wirklich einfach. Und außerdem sind hier Unmengen an Möglichkeiten geboten. Für die LED-Augen gibt es unterschiedliche Display- und Farbmodi, um Gesichtsausdrücke und Stimmungen zu vermitteln. Über den Bluetooth-Lautsprecher können zahlreiche vorgespeicherte Geräusche abgespielt werden. Diese können übrigens durch eigene Aufnahmen erweitert werden, um den Roboter weiter zu personalisieren.

Die Möglichkeiten sind wirklich zahlreich und man kann sich Stunden damit beschäftigen. Auch als Erwachsener.

Und sonst so?

Sollte einem das bloße Experimentieren nicht so liegen, bietet die App außerdem auch Spiele – sogenannte Stories – an. In toll illustrierten Geschichten werden den Kindern Aufgaben gestellt, die es zu lösen gilt. Da kann man sich dann quasi von Kapitel zu Kapitel programmieren. Im Moment gibt es 24 solcher Stories. Aktuell sind sie noch nicht in der deutschsprachigen App. Sie kommen aber noch und werden auch ständig erweitert.

Mit der App können zudem Videos von den eigenen Kreationen aufgenommen werden. Und außerdem gibt es eine Community, in der man mit anderen Mitgliedern an Lösungen knabbern kann oder einfach seine eigenen Konstruktionen herzeigen kann.

Ich glaube, damit bin ich dann erst einmal durch. Ein Netzteil zum Laden ist übrigens im Lieferumfang enthalten. Das klappt auch recht unkompliziert. Beim Astron musste man ein Teil auf einer Seite des Steuergeräts lösen, damit der Stecker angesteckt werden konnte. Aber das ist kein Problem. Der Akku kann übrigens problemlos getauscht werden.

Fazit

Volltreffer! Ein ganz ganz tolles Spielzeug mit Lerneffekt für Kinder und Jugendliche. Der AstroBot ist laut Herstellerangaben für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Da es sinnvoll ist, lesen zu können, trifft das auch zu. Mit Unterstützung von Erwachsenen können aber auch kleinere Kinder schon etwas damit anfangen. Meiner Mistmatz (4) zum Beispiel, macht es schon Spaß, Astron die vorgespeicherten Handlungen ausführen zu lassen. Da die Symbole relativ selbsterklärend sind, versteht sie das schon ganz prima. Für fahrbare Modelle ist die Controller-Funktion interessant. Auch das können die Kleineren schon. Alles Andere kann man gemeinsam mit ihnen erarbeiten. Das funktioniert auch ganz toll. Die Kinder überlegen sich, was Astron machen soll, und man stellt das dann gemeinsam ein. Schön ist hier, dass man eben sofort überprüfen kann, ob das so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat. Ganz spielerisch werden sie an eine Programmiersprache (hier Swift) herangeführt, und so ganz nebenbei werden die technologischen Fähigkeiten und auch die Kreativität der Kinder gefördert.

Die App funktioniert einwandfrei auf meinem Samsung Galaxy S7 und unserem Samsung Galaxy Tab, das wir für die Kinder eingerichtet haben. Auf dem Workshop konnten wir mit Apple-Geräten testen. Sie ist sehr intuitiv und optisch sehr aufgeräumt. Ich bin tatsächlich angetan. Und ich war auch erleichtert, als ich erfahren habe, dass es die App auch für Android-Geräte gibt. Erstens bin ich ja jetzt kein Fan des angebissenen Apfels und dann finde ich es gerade für Kinder-Apps schöner, wenn die auch auf meist günstiger erhältlichen Android-Geräten laufen.

Einen Punkt Abzug gibt’s, weil er das Kinderzimmer nicht aufräumen kann. 😉

Der Jimu AstroBot von UBTECH Robotics wird übrigens in den nächsten Wochen in die Läden kommen. Als Verkaufspreis wurde mir 199,95 € genannt.

Und hier noch ein kleines Video von dem knuffigen Kerl:

4 Kommentare

  1. Ach Gottchen ist der Süß 🙂
    Das könnte meinem Sohn auch gefallen. Und dem großen Kind „Mann“ sicherlich auch ^^.
    Danke für deine Vorstellung. Kannte ich noch gar nicht.

    Alles liebe

  2. Das wäre das richtige Spielzeug für den Mann. Er baut auch gern an Sachen rum und versucht, die Kinder so halbwegs für Technik zu begeistern. Tolles Teil!
    Liebe Grüße,
    Yvonne

  3. Das wäre ja toll, wenn er auch noch das Kinderzimmer aufräumen könnte 😉 Ich mag solche technischen Spielereien total! Als Kind hätte ich mich riesig über so einen kleinen Kerl gefreut!

    Liebe Grüße
    Jana

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.