Corona und die Digitalisierung

CoronaVirusSmiliey

Nun ist es also so weit: Schulen und Kitas sind für die nächsten 5 Wochen geschlossen. Mit meinen 2 Grundschülern habe ich da erst einmal etwas bedröppelt dreingeschaut. Was mache ich denn mit denen? Bzw. was ist mit dem Unterrichtsstoff, der nun nicht durchgenommen wird? Bei meinen Beiden ist das noch nicht so dramatisch. Sie sind nun in der 1. und 2. Klasse. Aber was ist mit denen, bei denen es um einen Übertritt oder eine Abschluss-Prüfung geht?

Da stellt man sich dann doch mal die Frage, ob das nicht alles entspannter aussehen würde, wenn das Thema Digitalisierung in letzter Zeit mit etwas mehr Nachdruck vorangetrieben worden wäre. Aber nein, das ist in den letzten Jahren ja wie ein Stiefkind behandelt worden. Das fällt mir auch immer wieder an unserer Schule auf: Die Rektorin rollt immer – nicht besonders unauffällig – mit den Augen, wenn das Thema angesprochen wird und die Konrektorin ist Fan des von mir arg beliebten Herrn Prof. Dr. med. Dr. phil. Manfred Spitzer. Vielleicht wünschen sie sich aber nun – zu Zeiten von Corona – dass sie da doch etwas aufgeschlossener gewesen wären.

Immerhin … die Lehrerinnen unserer Zwei haben sich nun überlegt, uns per Email mit Unterrichts-Unterlagen und Aufgaben zu versorgen. Das ist schon mal ein erster Schritt. Klar, das wird auch über Hefteinträge und ausgedruckte Arbeitsblätter laufen. Aber wenigstens haben sie schon mal erkannt, dass man sich das Internet hier zunutze machen kann. Andere Kollegen haben den Kindern kiloweise Bücher und Papier mitgegeben.

Auch bei den Eltern sieht man, dass die im Vorteil sind, deren Arbeitgeber sich in Sachen HomeOffice bereits breiter aufgestellt haben. Bei meinem Mann ist das sowieso noch nie ein Problem gewesen. Mein Arbeitgeber ist da eher konservativ aufgestellt und das nicht vorhandene Vertrauen in den Mitarbeiter war bisher die größte Hürde. Doch vielleicht ändert sich das nun. Jetzt sehen sie nämlich, dass es besser ist, wenn die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, von daheim zu arbeiten. Gerade Eltern nutzen das gerne. Sie würden sonst ausfallen. Denn von der Betreuung der Kinder durch die Großeltern wird ja auch abgeraten.

Vielleicht ist das Coronavirus auch eine Chance! Vielleicht rüttelt es den Einen oder Anderen wach, sodass sich Deutschland hier endlich schneller weiter entwickelt.

Ich hoffe, dass die Betriebe, die bisher noch gezögert haben, es jetzt endlich erkennen, dass die Ermöglichung von HomeOffice für alle Beteiligten Vorteile bringt. Und dass nicht jeder Arbeitnehmer besch***t! Denn sorry, … aber die Leute, die im HomeOffice nichts tun, sind die, die sich auch in der Arbeit keinen Haxen ausreißen!

Und ich hoffe auch, dass an den Schulen endlich etwas vorangeht.

Danke an iXimus auf Pixabay für das coole Bildchen!

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