Kinderbetreuung zu Zeiten von Corona

Leider haben wir diese Möglichkeit erst jetzt entdeckt. Mein Arbeitgeber bietet – auch zu normalen Zeiten – eine Ferienbetreuung an. Ganz im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir haben das bisher nicht genutzt, daher hatte ich das auch überhaupt nicht auf dem Schirm. Bis ich vor kurzem dann eine Email im Postfach hatte, in der Eltern darauf hingewiesen wurden, dass die Ferienbetreuung zu Zeiten von Corona auch online angeboten wird. Und zwar eben nicht nur in Ferienzeiten. Ganz einfach um berufstätigen Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder für eine Zeitlang beschäftigt zu wissen, um selbst anderen Dingen nachgehen zu können … vorzugsweise natürlich der Arbeit.

Ich habe nicht lange gezögert und meine 2 gleich für eine Woche angemeldet. Das war nun im Januar. Da ich mir selbst nicht genau vorstellen konnte, wie das laufen wird, war ich sehr gespannt.

Wie läuft das ab?

Auf der Homepage (in unserem Fall war das bei pme familienservice) kann man sich eine Art der Betreuung aussuchen. Da gibt es unterschiedliche Themen im Angebot. Zu unterschiedlichen Tageszeiten, für unterschiedliche Altersgruppen. Nach der Anmeldung bekam ich für beide Kinder eine Bestätigung und einen Einladungs-Link zum Online-Meeting und einer Materialliste.

Da – unter anderem – gebastelt wird, ist es sinnvoll, wenn man vorher alles bereitstellt. Dazu gibt es eben die Liste. Da ist nichts Außergewöhnliches drauf. Nichts, das in einem Haushalt mit Kindern nicht sowiso da wäre. Zusätzlich noch ein paar Bastelvorlagen und Ausmalbilder. Passend zu den Themen.

Wir hatten alles in Strietzis Zimmer so weit vorbereitet. Bastelunterlagen und alles. Und natürlich einen Laptop. Über den Link zum Online-Meeting habe ich die Kinder noch zugeschaltet. Da habe ich dann auch gesehen, dass insgesamt nicht mehr als 5 Kinder dabei waren … und eine Betreuerin. Die Kinder und die Betreuerin haben sich einander vorgestellt. Und soweit ich mitbekommen habe, durften die Kinder dann auswählen, was sie machen wollten. Ich habe nur ab und an Mäuschen gespielt, von daher kann ich nun leider nicht im Detail berichten. Aber ich fand es ganz nett, was ich mitbekommen hatte. Es wurden die unterschiedlichstes Sachen gebastelt. Eine Kugelbahn aus Klopapierrollen, Wichtel aus Papptellern, … ich bringe es schon gar nicht mehr zusammen. Irgendwann rannten sie plötzlich herum und haben Dinge aufgesammelt. Da sollten sie dann Gegenstände suchen, die mit einem bestimmten Buchstaben anfingen. Oder sie hatten auch eine Art „Mord im Dunkeln“ gespielt. Wenn sie über eine längere Zeit mit Malen beschäftigt waren, wurde auch mal ein Hörspiel für alle abgespielt. Ich habe sie aber auch öfter einfach nur plaudern hören.

Fazit

Unsere Kinder waren sehr begeistert von der Sache. Im Januar hatte ich eine Betreuung für 5 Tage à 2 Stunden gebucht. Es hat ihnen so gut gefallen, dass ich sie diese Woche auch nochmal für 2 Tage angemeldet hatte. Mir gab es jedes Mal etwas Luft, um Dinge zu erledigen, zu denen ich am Vormittag durch das Homeschooling nicht gekommen war. Und für die Kinder war es eine willkommene Abwechslung. Auch der Kontakt zu anderen Kindern – auch wenn er nur Online war – hat ihnen gut getan.

Nun ist ja hoffentlich bald mal ein Ende in Sicht. Aber wer weiß, was noch kommt. Schaut es euch einfach einmal an, und behaltet die Möglichkeit einfach mal im Hinterkopf.

Hier eine kurze Liste mit Anbietern, die ich gefunden habe. Die meisten bieten eine Zusammenarbeit mit Unternehmen an, die diesen Service dann an ihre Mitarbeiter weiterleiten. Sprecht es einfach einmal an. 😉

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